Technische Analyse

Die wichtigsten Fakten und Grundvoraussetzungen für eine technische Analyse!

  • Es ist zu beachten, dass die fundamentale Aktienanalyse weiterhin das wichtigste Werkzeug eines erfolgreichen Anlegers ist!
  • Allerding ist es teilweise schwierig bei Wachstumsaktien den fundamentalen bzw. fairen Preis einer Aktie zu bestimmen. An dieser Stelle kann eine technische Analyse, oder auch Chartanalyse genannt, eine Hilfe sein, um einen guten Einstiegsmoment zu erwischen.
  • Eine Garantie ist es jedoch nicht. In der Regel sind Wachstumsaktien hoch bewertet, sodass zu jeder Zeit mit einem Kursrückgang von 50 % gerechnet werden muss. Diese Kursrückgänge muss ein Anleger, der in Wachstumsaktien investiert, aushalten können. Solange das Geschäftsmodell intakt ist und das Unternehmen wächst braucht man sich i.d.R. keine Sorgen machen.
  • Für die technische Analyse nutze ich Tradingview. Die kostenlosen Standardfunktionen reichen aus, sodass keine weiteren Nutzungskosten notwendig sind. https://de.tradingview.com/

Welche Indikatoren nutze ich derzeit?

Bollinger Band Indikator

  • Die Bollinger Band ist ein Hilfsmittel, um den Aufbau oder das Schließen einer Wertpapierposition zeitlich zu bestimmen. Je nach den persönlichen Berechnungs-Einstellungen befindet sich der Aktienpreis überwiegend innerhalb des Bollinger Band.
  • Mit Hilfe des Aktienpreis, des oberen und unteren Bollinger Band, dem gleitenden Aktienkurs-Durchschnitt (auf englisch: Simple Moving Average; SMA) versuchen private und institutionelle Investoren einen Trend des Wertpapieres zu erkennen.
  • Das Bollinger Band wird mittels der Standardabweichung berechnet.
  • Die Strategie der Bollinger Bänder wurde von John Bollinger, einem an der Wall Street tätigen Börsenhändler, in den 1980er Jahren entwickelt.
  • Durchkreuzt der Aktienpreis das obere Band ist dieses für die meisten Investoren ein Verkaufssignal bzw. ein bärisches Zeichen. Durchkreuzt der Aktienpreis das untere Band ist dieses für die meisten Investoren ein Kaufsignal bzw. ein bullisches Zeichen.
  • Für langfristige oder auch Buy-and-Hold Investoren ist häufig nur das untere Bollinger Band von Bedeutung, da die Aktien langfristig gehalten werden.
  • Meine persönlichen, langfristig ausgerichtete Settings sind:
    • Length: 120
    • Source: high
    • StdDev 2

Bollinger Bands

Bollinger Bands - Chartanalyse

RSI – Relative Strenght Index Indikator

  • Der RSI ist ein weiterer Momentum-Indikator und misst das Ausmaß der jüngsten Preisänderung, um überkaufte oder überverkaufte Bedingungen im Preis eines Wertpapieres zu bewerten.
  • Der Indikator kann sich zwischen dem Wert 0 und 100 bewegen. Die traditionelle Interpretation und Verwendung des RSI besagt, dass ein Wert über 70 zeigt, dass das Wertpapier überkauft ist und ein Wert unter 30 auf einen überverkauften Wert hindeutet.
  • Es ist wahrscheinlich, dass der Wert bei einer überkauften Aktie viel höher als 30 liegt und das der Wert bei einem überverkauftem Wert viel niedriger als 70 ist.
  • Somit ist das Überschreiten des Wertes 30 für viele Trader ein Kaufsignal bzw. bullisches Zeichen und ein Unterschreiten der 70 ein Verkaufssignale bzw. ein bärisches Zeichen.
  • Wie bei den meisten technischen Indikatoren sind die Signale am zuverlässigsten, wenn sie dem langfristigen Trend entsprechen.
  • Echte Umkehrsignale sind einzeln betrachtet schwer zu erkennen. Der Indikator kann ein lange Zeit einen über- oder unterverkauften Wert anzeigen. Daher ist der RSI am nützlichsten, wenn er zwischen einem bullischen- und bärischen-Zeichen wechselt.
  • Manche Investoren/Analysten passen die 30/70-Werte an das aktuelle Börsenumfeld an:
    • In einem Bullenmarkt werden die Referenzlinien auf 40 (überverkauft) und 80 (überkauft) gelegt.
    • In einem Bärenmarkt werden die Referenzlininen auf 20 und 60 gelegt.
  • Die Formeln zur Berechnung finden Sie beispielsweise hier: https://www.investopedia.com/terms/r/rsi.asp

MACD – Moving Average Convergence Divergenence

  • Die MACD ist ein zusätzlicher Trend folgender Momentum-Indikator, der die Beziehung zwischen zwei gleitenden Durchschnitten des Wertpapierpreis zeigt.
  • Die erste Durchschnittslinie ist die MACD-Linie, die Zweite ist die Signallinie.
  • MACD wir berechnet, indem der 26-Perioden-Exponential Moving Average (EMA) vom 12-Perioden-EMA abgezogen wird. Daraus ergibt sich die MACD-Linie. Die Signallinie, die 9-Tage-EMA, wird auf die MACD-Linie aufgetragen. Die Signallinie kann als Auslöser für Kauf- und Verkaufssignalen fungieren.
  • Beide Indikatoren MACD und RSI können widersprüchliche Signale liefern, da sie auf unterschiedliche Faktoren basieren. Beispielsweise kann der RSI einen überkauftes Signal (Wert über 70) anzeigen. Gleichzeitig könnte der MACD darauf hindeuten, dass die Kaufdynamik weiter zunimmt. Daher sollten beide Trendindikatoren zusammen genutzt werden um ein vollständiges Marktbild zu erhalten.

RSI und MACD

Technische Analyse, RSI und MACD - Chartanalyse

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