Typische Börsenfehler | Aktien-Anfängerfehler

Schnellkurs: Erfolgreich in Aktien investieren

  1. Zu viele Emotionen!

    • Lassen Sie sich nicht von Ihren Emotionen leiten!
    • Haben Sie keine Angst, wenn der Aktienkurs fällt. Dieses geschieht alltäglich an den Börsen. Denken Sie an Ihr langfristiges Ziel. Hervorragende Unternehmen werden ihren Wert und damit ihren Aktien langfristig steigern.
  2. Keine Geduld!

    • Haben Sie Geduld. Sie denken langfristig – demnach brauchen Sie sich durch Kursschwankungen nicht aus der Ruhe bringen lassen. Sie kaufen mit Aktien Unternehmensanteile. Der Wert des Unternehmens wird sich in der Regel nicht innerhalb eines Jahres verdoppeln – zumindest nicht bei spekulativen Unternehmen
  3. Spekulation!

    • Kaufen Sie nicht eine Aktie, nur weil Sie um 50 % gefallen oder sogar um 50 % gestiegen ist.
    • Investieren Sie nicht nur nach Charts.
    • Kennen und verstehen Sie das Geschäftsmodell und versuchen Sie dessen Zukunftsaussichten abzuschätzen.
    • Kaufen Sie nur Aktiengesellschaften, die profitabel sind oder kurzfristig profitabel werden und damit ein gutes Wachstumspotential haben.
    • Bilden Sie Ihr eigenes Urteil.
    • Entscheiden Sie nicht aus dem Bauch heraus. Bauchentscheidungen werden durch Angst und Gier getrieben.
    • Denken Sie in Szenarien – Beispiel: Wie reagieren Sie, wenn sicher der Kurs direkt nach dem Kauf halbiert? Nachkaufen, panisch verkaufen oder einfach aussitzen? Wenn Sie von dem Geschäftsmodell überzeugt sind, nur dann sollten Sie diese eine Aktie kaufen.
    • Handeln Sie nach definierten Kriterien oder anders definiert: Einfach nur kaufen und danach hoffen, dass der Kurs steigt, ist falsch!
  4. Keine Diversifikation!

    • Bauen Sie sich langfristig ein Depot mit mindestens 15, besser 20, Positionen auf. Somit vermindern Sie die Volatilität. Der Wert des Depots verliert nicht allzu viel an Wert, falls der Wert eines Unternehmens etwas abrutscht.
    • Kaufen Sie Aktien aus unterschiedlichen Branchen und Ländern.
  5. Die anderen sind Schuld? Nein, Sie selbst sind Schuld!

    • Merken Sie sich eins: Sie treffen die Entscheidung. Diese ist entweder richtig oder falsch! Sie sind verantwortlich. Ausreden wie “der Markt ist schuld”, “die Politik ist schuld”, “die breite Masse ist schuld”, “ich hatte nur Pech”, “der Börsentipp ist schuld” oder “das konnte niemand ahnen” zählen nicht!
    • Machen Sie sich also Ihre eigenen Gedanken vor dem Aktienkauf. Versuchen Sie vieles zu bedenken. Versuchen Sie Ihre eigene Kauf-Hypothese zu widerlegen.
    • Denken Sie aber trotzdem daran, dass jeder Anleger an der Börse Fehler machen wird. Dieses ist nicht weiter schlimm, wenn Sie aus Ihren Fehlern lernen und somit zu einem besseren Aktionär werden.
  6. Fehlende Finanzbildung. Lernen Sie!

    • Kennen Sie die wichtigsten Finanzkennzahlen und deren Bedeutung und Interpretation.
    • Lernen Sie mit Ihren Emotionen umzugehen.
    • Lernen Sie die typischen Börsenschlagzeilen. Lassen Sie sich durch diese nicht verunsichern. Diese wiederholen sich monatlich, jährlich und werden für einen guten Anleger letztendlich irrelevant und langweilig.
    • Lernen Sie den Markt bzw. die Vielzahl an Unternehmen kennen. Es gibt soviele hervorragende Qualitätsunternehmen. Wenn Sie eine Aktie analysiert haben und an der es irgendein Punkt gibt, der Ihnen nicht passt, verwerfen Sie diese Aktie und bewerten die Nächste.
    • Lesen Sie Geschäftsberichte, analysieren Sie Bilanzen und überprüfen Sie die Managemententscheidungen.
  7. Auf den besten Augenblick warten. Fangen Sie jetzt an zu investieren!

    • Jetzt ist der richtige Augenblick!
    • Denken Sie daran, dass Ihnen niemand sagen kann, wie sich Markt morgen oder übermorgen entwickeln wird.
    • Je früher Sie mit dem Investieren anfangen, desto stärker profitieren Sie vom Zinseszins. Verstehen Sie den Zinseszins!
  8. Die Fehler, die von anderen begangen wurden nicht wiederholen. Hier die besten Zitate:

  9. Keine Investitionen in reale Werte!

    • Investieren Sie in reale Werte! Dazu zählen vor allem Aktien und ETFs.
    • Spekulieren Sie nicht mit Derivaten, irrsinnigen Finanzinstrumenten, Hebelprodukten, Optionsscheine, CFDs….
    • Denn, falls der Emittent insolvent ist, ist es wahrscheinlich, dass damit Ihr Investment auch verloren ist.
  10. Crashpropheten vertrauen

    • Crashpropheten sind Menschen, die einen Crash des Geldwährungssystem vorhersagen und den Anlegern damit versuchen Angst zu machen.
    • Angenommen, es kommt zu einem Crash des Währungssystems, dann sind Aktien, ETFs und damit Sachwerte die beste Wahl. Demnach sollten Sie nicht Ihre Aktien bzw. ETFs verkaufen, denn das Geld verliert dabei vollkommen an Wert. Unternehmen dagegen, erwirtschaften sogar noch Profit…
  11. Handeln ohne Limit!

    • Wenn Sie ohne Limit in die Order gehen, dann wird der Spread ignoriert und die Aktie wird damit zu einem teureren Aktienpreis gekauft
    • Besonders bei illiquiden Aktien hat die Limit-Funktion eine hohe Bedeutung.
    • Stellen Sie das Limit nicht zu niedrig, sonst kaufen Sie nie! Denn Sie möchten in außergewöhnliche Aktiengesellschaften investiert sein!
  12. Zu viel Ego. Achten Sie auf Ihr Ego!

    • Vergleichen Sie sich nicht ständig mit anderen Marktteilnehmern. Handeln Sie nach Fakten und nicht nach Emotionen. Denken Sie langfristig. Sie investieren, um langfristig ein Vermögen aufzubauen und nicht, um den anderen zu beweisen, dass man ein toller Anleger ist.
    • Wenn Sie sich ständig vergleichen, verleitet Sie das mehr Risiko einzugehen. Damit sind Verluste wahrscheinlicher.
    • Selbstüberschätzung: Verstärkung durch den Dunning-Kruger-Effekt
    • Inkompetente Menschen sind oft am lautesten und am stärksten von ihrer eigenen Ansicht und Strategie überzeugt.
  13. Mit Fremdkapital investieren. Investieren Sie erfolgreicher mit Eigenkapital!

    • Nehmen Sie kein Kredit auf um in Aktien zu investieren.
    • Kredite kosten Geld und müssen monatlich zurückgezahlt werden.
    • Somit stehen Sie massiv unter Druck und sind somit möglicherweise auf kurzfristige Gewinne angewiesen. Dieser Druck kann zu weiteren Fehlern und unüberlegten Taten führen.
  14. Fehlende Finanzbildung – Teil 2. Bilden Sie sich via Google über folgende Themen:

    • Risikoaversion
    • Verlustaversion
    • Bestätigungsfehler, Filterblasen, selektive Wahrnehmung
    • Regression zur Mitte
    • Performance chasing
    • Sunk Costs Fallcy – Der Trugschluss versunkener Kosten
    • Hindsight Bias – Der Rückschaufehler
    • Der Ankerfehler
    • Information Bias – Die Informationsverzerrung
    • Survivorship Bias – Der Überlebensirrtum
    • Outcome Bias – Die Ergebnisillusion
    • Bias Blind Spot – Verzerrung blinde Fleck
    • Herdentrieb / Gruppendenken
    • Autority Bias – Einschätzungen von Experten
    • Regency effect
    • Aktionismus
    • Overreaction Bias
    • Opportunitätskosten
  15. Home Bias

    • Schauen Sie über den Tellerrand. Es gibt nicht nur deutsche Aktiengesellschaften!
    • Der Heimatmarkt ist selten der kompetenteste und auch nicht der rentabelste.
  16. Geben Sie den vergangenen Aktienchart zu viel Beachtung. Vergessen Sie die Vergangenheit!

    • Häufig wird die Vergangenheit zu hoch bewertet. Erster Denkfehler: Die Aktie lief in der Vergangenheit gut, also wird sie auch in Zukunft gut laufen.
    • An der Börse wird in die Zukunft investiert.
    •  Achten Sie auf die aktuellen Finanzkennzahlen, Bilanz und schätzen Sie die Zukunftsaussichten ein.
  17. Kurzfristige Denkweise

    • Kurzfristig ist jedes Investment eine Spekulation – langfristig sorgen Investitionen für Vermögen!
  18. Kein Überblick. Kennen Sie Ihre Finanzen!

    • Schaffen Sie sich einen Überblick über Ihre Kostenfresser, wie Versicherungen, Abonnements, laufende Verträge. Sparen Sie an Kosten!
    • Sortieren Sie Ihre Akten und Unterlagen. Suchen kostet Zeit und Zeit ist Geld.
    • Stellen Sie Ihre eigen Bilanz auf. Wie hoch ist Ihr Eigenkapital? Wie hoch sind Ihre Schulden? Welche Sachwerte besitzen Sie?
    • Dokumentieren Sie Ihre monatlichen / jährlichen Kosten.
    • Dokumentieren Sie Ihre Käufe, Verkäufe und kennen Sie Ihre Rendite bzw. den internen Zinsfuß Ihrer Investitionen. Nutzen Sie Portfolio Performance.
  19. Kaufen Sie nicht immer bei fallenden Kursen nach!

    • Häufig möchte sich ein Anleger nicht von Verlusten trennen. Deshalb wird häufig nachgekauft. Überlegen Sie wodurch die Verluste entstanden sind. Welcher Grund steckt dahinter? Welchen Fehler haben Sie gemacht? Was haben Sie nicht beachtet? Stimmen die Finanzkennzahlen noch? Ist die Unternehmensrendite gesunken? Ist der Marktanteil gesunken oder sind die Zukunftsaussichten nicht mehr rosig?
    • Kaufen Sie also nur nach, wenn Sie keine negativen Aspekte erkennen und vom Unternehmen weiter überzeugt sind.
  20. Vertrauen Sie nicht den Kursprognosen.

    • Wer weiß, ob der Experte auch wirklich ein Experte ist?
    • Welche Erfahrungen hat der Experte?
    • Welche Informationen lagen dem “Experten” zu Grunde? Wie wurden diese Informationen interpretiert? Gab es ein Mangel an Informationen? In der Regel werden derartige indirekte Informationen nicht dargestellt, sodass man eigentlich nur blind vertrauen kann. Blind darf man an der Börse nicht investieren!
  21. Sie verbringen zu wenig Zeit mit der Geldanlage.

    • Folgende Erkenntnisse und Erfahrungen erhalten Sie nur mit der regelmäßigen Verfolgung des Geschehens und stetiger Interesse.
    • Kennen Sie den Markt
    • Kennen Sie die typischen Risiken
    • Kennen Sie die Kosten
    • Kennen Sie die typischen Verhaltensmuster an der Börse
    • Kennen Sie den Zinseszins
  22. Die Aktie fällt ohne Grund – gibt es nicht…

    • Allgemein gilt, je höher die Nachfrage einer Aktie, desto höher der Aktienpreis oder
    • Je höher das Angebot bzw. je geringer die Nachfrage, desto tiefer der Aktienpreis
    • Bei Wachstums-Aktien fällt der Kurs in der Regel stark, sobald das Wachstum abnimmt bzw. die Aussichten sich trüben
    • Andere Faktoren können sein:
      • die Finanzstabilität der Aktiengesellschaft nimmt ab
      • die Unternehmensrendite sinkt
      • die Dividenden werden gekürzt oder gestrichen
      • politische, technologische, umwelttechnische, gesundheitliche Einflüsse
      • Zukunftsaussichten
  23. Nicht kaufen, wenn die Kanonen donnern…

    • wird in der Realität, aufgrund Angst, häufig nicht umgesetzt.
    • Zum investieren gehört Mut. Dieser sollte jedoch bedacht sein. Verwechseln Sie Mut nicht mit Spekulation.
  24. Schnell reich werden wollen

    • Funktioniert nur in den seltensten Fällen, da hohe Risiken eingegangen werden müssen.
    • Behauptung: Und falls es klappt besteht die Kunst darin reich zu bleiben und sicher, richtig und sinnvoll zu investieren.
    • Die Fähigkeit mit Geld umzugehen und zu wissen, wie man mit gewissen Rückschlägen an der Börse umgehen muss, gehört zu den wichtigsten Faktoren.
    • Denken Sie daran: Die allgemeinen Probleme, die man im Alltag, sowie im Börsen-Alltag, hat verschwinden nicht, nur weil man Geld hat.
  25. Der Glaube an starke Partner

    • Der Fehler liegt darin kleinen Unternehmen zu sehr zu vertrauen, da diese mit starken, großen Unternehmen zusammenarbeiten
    • Starke Partner können von den eigenen Problemen, Geschäftsmodell, Produkten oder Dienstleistungen ablenken.
    • Die Details der Zusammenarbeit sollten bekannt sein, ansonsten ist keine rationale Einschätzung der Zusammenarbeit möglich.